Der Abschied vom Berufsleben, der Verlust nahestehender Personen, körperliche Erkrankungen, Störungen von Merkfähigkeit und Gedächtnis führen im mittleren und höheren Lebensalter zu Krisen, in denen Menschen depressiv, ängstlich und verwirrt reagieren. Die Gerontopsychiatrie stellt sich auf diese Besonderheiten ein. In der gesamten Behandlung werden individuelle Wege gesucht, die Krisen zu meistern.
In der gerontopsychiatrischen Klinik werden auf 4 Stationen Patientinnen und Patienten mit psychiatrischer Alterserkrankungen ab dem 61. Lebensjahr behandelt. Auch ältere Menschen werden bei uns psychotherapeutisch behandelt und begleitet. Dies vermag Verluste erträglich zu machen und ist oft die Voraussetzung einer neuen Selbständigkeit. Andere Beschwerden bedürfen medikamentöser Behandlung. Wir behandeln die vielfältigen körperlichen Erkrankungen mit und ziehen bedarfsweise den Rat anderer Fachärzte zu.
Station G 1
Telefondurchwahl: 0441 / 9615 – 321
Die Station ist für Menschen mit leichteren bis mittelschweren
Demenzerkrankungen und ihren typischen Auffälligkeiten (Unruhe,
Verwirrtheit) vorgesehen und ebenso für PatientInnen mit akuten Krisen,
wie sie z.B. bei akuter Suizidalität oder im Rahmen schwerster
Depressionen oder Psychosen bestehen können. Diese Station wird zum
Schutz unserer PatientInnen geschlossen geführt.
Station G 2
Telefondurchwahl: 0441 / 9615 - 488
Die Station bietet Diagnostik und Therapie für Menschen, die an schwerer
fortgeschrittener Demenz leiden und die darüberhinaus auch die
typischen Verhaltensauffälligkeiten wie z.B. Aggressivität, Unruhe,
Weglauftendenz und Wahnvorstellungen zeigen. Die Station wird zum Schutz
unserer PatientInnen geschlossen geführt.
Station G 3
Telefondurchwahl: 0441 / 9615 - 423
Die Station behandelt Menschen mit psychischen Erkrankungen des höheren Lebensalters mit gleichzeitig bestehenden körperlichen Erkrankungen und Behinderungen.
Station G 4
Telefondurchwahl: 0441 / 9615 - 223
Die offene Station bietet ein differenziertes Therapieangebot für Menschen jenseits der Lebensmitte mit depressiven Erkrankungen.
In der Behandlung legen wir großen Wert auf die Einbeziehung der Angehörigen und Bezugspersonen, auch aus Heimen und ambulanten Diensten.
Zur Behandlung gehören u.a. Ergotherapie, Krankengymnastik und physikalische Maßnahmen, mit denen alte und neue Fähigkeiten gefördert, erhalten und wieder hergestellt werden sollen.
Der Sozialdienst berät bei der Vermittlung geeigneter ambulanter oder stationärer Nachsorge und in Fragen der Finanzierung.
Der gerontopsychiatrische Bereich ist an der Institutsambulanz der Klinik beteiligt.