Karl-Jaspers-Klinik
Psychiatrieverbund
Oldenburger Land gGmbH
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26160 Bad Zwischenahn
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(Bad Zwischenahn/Wehnen, 03.09.09) Noch bevor das Karussell mit den bunt bemalten Pferden ganz zum Stehen gekommen ist, springen schon Kinder hinauf. Andere lassen sich Eis und Bratwurst schmecken, fahren mit der Pferdekutsche oder tollen mit geschminkten Gesichtern in den Strohballen auf der Festwiese im Innenhof der Karl-Jaspers-Klinik. Nicht nur die Kinder, sondern auch ihre Eltern, ehemalige und jetzige Patienten, ihre Angehörigen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachkrankenhauses für Psychiatrie und Psychotherapie genossen das 39. Sommerfest des Förderkreises am Mittwochnachmittag in vollen Zügen. Insgesamt, schätzten die Veranstalter, nahmen rund 800 bis 1000 Menschen daran teil.
Das Wetter spielte hervorragend mit, und es war für jeden etwas dabei. „Dass wir hier gemeinsam feiern, ist ein gutes Zeichen“, sagte Geschäftsführer Axel Weber. Zum einen habe sich die Klinik in den neuen Strukturen etabliert. Zum anderen trage man eine gemeinsame Verantwortung füreinander. „Und die beinhaltet auch, dass wir Ungewohntes und Unbequemes nicht ausgrenzen“, so Weber. Die Gäste im Festzelt, darunter Politiker aus Bad Zwischenahn und Oldenburg, aber auch Vertreter von benachbarten Einrichtungen und der Sozialpsychiatrischen Dienste, hörten seinen Worten aufmerksam zu. Sie alle haben den Umbruch seit dem Verkauf des Landeskrankenhauses vor gut zwei Jahren mitverfolgt und auch mit gestaltet.
„Die sehr gute Beteiligung am Sommerfest zeigt, dass es die richtige Entscheidung war, die Klinik in kommunaler Trägerschaft zu führen“, hob Bad Zwischenahns Bürgermeister Arno Schilling hervor. Die Karl-Jaspers-Klinik sei gut in die Nachbarschaft integriert. Das Sommerfest habe eine lange und gute Tradition, betonte auch der Vorsitzende des Förderkreises, Felix Sommer. Er dankte für die große Unterstützung seitens der Klinikmitarbeiter, insbesondere der Krankenpflegeschülerinnen und -schüler, die mit großer Tatkraft bei der Organisation mithalfen.
Vor fast 40 Jahren hat der Förderkreis das Sommerfest in Anlehnung an das Erntedankfest ins Leben gerufen. „Wir wollten, dass die Patientinnen und Patienten unter Menschen kommen und etwas Schönes erleben“, sagt Förderkreismitglied Pfarrer Franz Bögershausen, der mit großem Vergnügen am bunten Treiben auf der Festwiese teilnimmt. Hier und da grüßt er Patienten, man kennt sich. Einen Nachmittag im Jahr feiern hier alle zusammen, ob gesund oder krank, und freuen sich an Kartoffelpuffern, Kuchen und Kinderkarussell.

(Bad Zwischenahn, 10.08.09) Die Karl-Jaspers-Klinik (KJK) hat heute den Mietvertrag mit dem Gedenkkreis Wehnen e.V. um 30 Jahre verlängert. Der Verein nutzt eines der ältesten Gebäude des Fachkrankenhauses für Psychiatrie und Psychotherapie, die ehemalige Pathologie (erbaut zwischen 1888 und 1892), als Gedenkstätte und Museum. Der Krankenhausträger stellt das Gebäude zur Verfügung.
„Der Psychiatrieverbund Oldenburger Land hat sich bei den Kaufverhandlungen dafür ausgesprochen, die Arbeit des Gedenkkreises Wehnen langfristig zu unterstützen. Wir führen diese Kooperation sehr gerne weiter“, erklärte Geschäftsführer Axel Weber bei der Unterzeichnung des Vertrages am Nachmittag. Somit sei die partnerschaftliche Zusammenarbeit und Zukunft für weitere 30 Jahre gesichert.
Die Vorsitzende des Gedenkkreises, Edda Minssen, bedankte sich bei der Geschäftsführung der Karl-Jaspers-Klinik und freute sich, dass der Gedenkkreis nun auf 30 Jahre Rechtssicherheit habe. „Wir dürfen hier sein und müssen nicht damit rechnen, gekündigt zu werden. Damit können wir wunderbar planen und auch Investitionen ins Auge fassen.“ Es sei ihr ganz wichtig, dass die ehemalige Leichenhalle, als Gedenkstätte erhalten bliebe. Hier seien fast alle Toten aus der Zeit des Nationalsozialismus aufgebahrt worden. Der Gedenkkreis geht von rund 1500 Toten zwischen 1939 und 1945 aus, die in der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Wehnen Opfer der so genannten „Hunger-Euthanasie“ wurden.
Die Karl-Jaspers-Klinik unterstützt den Gedenkkreis und seine wichtige Arbeit der Vergangenheitsaufarbeitung. Weber betonte, dass die Besichtigung der Gedenkstätte ein wichtiger Bestandteil in der Ausbildung der Krankenpflegeschüler/innen sei. Auch viele Besuchergruppen kämen in das kleine Museum, es sei „öffentlich wichtig“. Der wissenschaftliche Beirat des Gedenkkreises habe im Auftrag der Klinik bereits viele historische Akten gesichtet und ausgewertet, sagte Weber. Anfang November 2009 ist die Karl-Jaspers-Klinik Gastgeberin einer Fachtagung des „Arbeitskreises zur Erforschung der nationalsozialistischen ‚Euthanasie’ und Zwangssterilisation“, der sich reihum in den großen psychiatrischen Krankenhäusern der Bundesrepublik trifft.
Weitere Unterstützung erfährt der Gedenkkreis jedes Jahr bei der Ausrichtung seines Gedenktages am 1. September. Bei der diesjährigen Veranstaltung wird das fünfjährige Bestehen der Gedenkstätte „Alte Pathologie“ gefeiert. Der Gedenkkreis erwartet neben Gästen aus Politik und Gesellschaft rund 100 Teilnehmer, darunter Angehörige von Opfern.

Foto: Freude über den verlängerten Mietvertrag zeigten (von links:) Hedwig Thelen, 2. Vorsitzende des Gedenkkreises, Axel Weber, KJK-Geschäftsführer, Edda Minssen, 1. Vorsitzende, Gerd Minssen, Kassenwart Gedenkkreis sowie Dr. Jörg Zimmermann, der Ärztlicher Direktor der KJK. Foto: Wündisch-Konz
(Bad Zwischenahn, 19.06.09) Die Karl-Jaspers-Klinik hat heute das BUND-Gütesiegel „Energie sparendes Krankenhaus“ verliehen bekommen. Es gilt als wichtige und begehrte Auszeichnung für das Engagement im Klimaschutz und einer deutlichen Verringerung des Energieverbrauchs. Bundesweit führen erst 27 Krankenhäuser das Energiespar-Siegel.
An der Feierstunde im Festsaal der Karl-Jaspers-Klinik nahm auch die Staatssekretärin im niedersächsischen Gesundheitsministerium, Dr. Christine Hawighorst, teil. Sie betonte, wie wichtig das ökologische Handeln für die nächste Generation sei und hob die Vorreiterrolle der Karl-Jaspers-Klinik hervor: "Die Karl-Jaspers-Klinik ist auf der Höhe der Zeit. Moderne Medizin mit nachhaltigem Umwelt- und Klimaschutz zu verbinden, ist vorbildlich und weitsichtig. Das verdient große Anerkennung."
Das Thema Energie mit all seinen Facetten sei derzeit wohl so aktuell wie noch nie, sagte Landrat Frank Eger, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung des Psychiatrieverbundes Oldenburger Land gGmbH: „Die Karl-Jaspers-Klinik hat eine „Vorbildfunktion“ übernommen, denn hier wird Energie sinnvoll eingesetzt und nicht unnötig verplempert“, so Eger.
In seinem Vortrag zur Gütesiegelverleihung sagte Prof. Dr. Helmut Scharpf, Prof. Dr. Helmut Scharpf, stellvertretender Vorsitzender des BUND-Landesverbandes Niedersachsen e.V.: „Die Karl-Jaspers-Klinik hat in besonders konsequenter und erfolgreicher Weise den Weg der Energie-Einsparung beschritten. Die realisierten Effizienzinnovationen sind beispielgebend für viele andere Häuser in Niedersachsen. Das verliehene Gütesiegel wird daher zu Recht an die Klinik vergeben. Wir werden uns darüber hinaus bemühen, dass das Haus im Rahmen der Diskussionen um die Weiterentwicklung der niedersächsischen Klimapolitik, in die wir einbezogen sind, als beispielgebend Beachtung findet.“
In der KJK werden heute jährlich über 520 Tonnen schädliches Kohlendioxid weniger erzeugt als noch vor fünf Jahren. Im Vergleich zum Jahr 2003 benötigt das Haus 19% weniger Strom und 42% weniger Wärme, als die VDI-Kennwerte (Verein Deutscher Ingenieure). Damit liegt es deutlich unter den Verbrauchswerten anderer Kliniken. Das seit 150 Jahren bestehende Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie im Ammerland bei Oldenburgsenkte den Energiebedarf trotz gestiegener Bettenzahl (auf 534) durch zahlreiche energieeffiziente Maßnahmen. So wurden zum Beispiel die Fenster gegen solche mit hochwertigen Wärmeschutzverglasungen ausgetauscht, die Dachböden der denkmalgeschützten Gebäude mit zusätzlicher Dämmung versehen. Das Trinkwassersystem wurde erneuert und optimiert. Stationen und Gebäude erhielten auch eine moderne Beleuchtungsausstattung. Sie wurden entsprechend der Nutzung mit Präsenzmeldern ausgestattet.
Das BUND-Gütesiegel wird seit 2001 vom BUND vergeben. Aktuell tragen nun zwei Einrichtungen in Niedersachsen die begehrte Auszeichnung.

Foto: Die Karl-Jaspers-Klinik darf stolz auf das BUND-Siegel sein (von links): Jörg Roth (Technischer Leiter), Annegret Dickhoff (BUND Berlin), Axel Weber, KJK-Geschäftsführer, Frank Eger, Dr. Christine Hawighorst, Frank Eger und Prof. Helmut Scharpf.
(Bad Zwischenahn, 17.06.09) Berufsschüler des Bildungszentrums Technik und Gestaltung Oldenburg haben heute selbst gefertigte Sportgeräte auf der neuen Laufstrecke der Karl-Jaspers-Klinik (KJK) aufgestellt. Die Geräte aus europäischem Robinienholz sollen in Zukunft von Patienten und Mitarbeitern sowie anderen sportbegeisterten Gästen genutzt werden können. Zwei Klassen des „Berufsbildungsgrundjahres Bau“ unter der Leitung der Fachpraxislehrer Udo Harenbrock und Wolfgang Böckmann hatten sich vier Wochen lang im Fach Bautechnik mit dem Anfertigen von Bocksprüngen, Rumpfbeugen, Sitzpollern und Stühlen sowie eines Pavillons beschäftigt.
Der Vorsitzende des Förderkreises, Felix Sommer, und KJK-Geschäftsführer Axel Weber dankten den Schülern sehr herzlich für ihre unentgeltliche Arbeit. Das Holz hatte der Förderkreis zur Verfügung gestellt, der auch die gesamte Laufstrecke finanziert.
Durch die Sportgeräte würden sie den Patienten einen großen Dienst erweisen, denn Sport und Bewegung seien sehr wichtig für die seelische Gesundheit, sagte Weber. Gemeinsam mit Sommer wünschte er den Schülern alles Gute für ihre berufliche Zukunft.
Die Laufstrecke soll im Frühjahr 2010 eingeweiht werden.

Foto: Die Berufsschüler legten bei bestem Sommerwetter letzte Hand an die Geräte, und Axel Weber (Zweiter von links), Felix Sommer (Mitte, hinten) und weitere Vorstandsmitglieder des Förderkreises sowie die Fachlehrer schauten ihnen über die Schultern.
(Delmenhorst, 11.06.09) „Ohne die Tagesklinik Delmenhorst hätten wir eine ganz große Lücke.“ Das sagte Dr. Iphigenie Brandenbusch, Leiterin des Sozialpsychiatrischen Verbundes Delmenhorst, beim Regionalen Tageskliniktreffen 2009 am Mittwoch im Klinikum Delmenhorst vor rund 50 Teilnehmern aus Tageskliniken der gesamten Weser-Ems-Region. Ihre Aussage war programmatisch, gelten die Tageskliniken mit ihrem teilstationären Angebot für psychisch Menschen doch als wichtiges Bindeglied zwischen der ambulanten und der stationären Versorgung.
Patienten, die eine Tagesklinik (TK) besuchen, kehren jeden Abend in ihre Wohnung zurück und verbringen das Wochenende alleine, erläuterte der ärztliche Leiter der TK Delmenhorst, Jochen Meyer. Die Erkrankungen reichen dabei von Psychosen bis Persönlichkeitsstörungen. Rund die Hälfte der Patientinnen und Patienten leiden an Depressionen. Der Aufenthalt in einer Tagesklinik soll ihnen helfen, Struktur in ihr Alltagsleben zu bekommen und bestenfalls in das Berufsleben zurückzukehren.
Zum Auftakt der Veranstaltung im Klinikum Delmenhorst, auf deren Gelände sich auch die Tagesklinik befindet, äußerte der Geschäftsführer der Karl-Jaspers-Klinik, Axel Weber, die Absicht, an mehreren Standorten neue Tageskliniken zu gründen. Diese müsse allerdings das Land genehmigen, und es gebe auch Anträge von Mitbewerbern. Der Vorteil von ausgelagerten Tageskliniken liege aber ganz klar in der wohnortnahen Versorgung, so dass die Patienten nicht mehr als 45 Minuten Anfahrtszeit hätten.
Der neue Chefarzt der Klinik für Allgemeinpsychiatrie 2 mit Schwerpunkt Psychosen, Dr. Jörg Zimmermann von der Karl-Jaspers-Klinik, plädierte für die „integrierte Versorgung“ an den Schnittstellen von stationärer und ambulanter Behandlung. Die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern aus den Sozialpsychiatrischen Verbünden der Landkreise und Gemeinden sei immens wichtig. Außerdem solle der Bereich der Früherkennung, beispielsweise bei Schizophrenie, ausgebaut werden, kündigte Zimmermann an.
Das Regionale Tageskliniktreffen findet jedes Jahr reihum in einer anderen Klinik der gesamten Weser-Ems-Region statt. Dieses Jahr waren die Teams von Tageskliniken aus Nordhorn, Twistringen, Wilhelmshaven, Delmenhorst, Soltau, Osnabrück, Bad Zwischenahn, Westerstede u.a. vertreten. Gastgeberin war die Tagesklinik Delmenhorst, eine Außenstelle der Karl-Jaspers-Klinik Bad Zwischenahn, die 16 Behandlungsplätze und eine Institutsambulanz hat. Die TK Delmenhorst wurde 2002 gegründet und behandelt pro Jahr knapp 100 Patienten.
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Marion Caspers-Merk besuchte am Dienstagabend die Karl-Jaspers-Klinik
(Bad Zwischenahn, 09.06.09) Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit, Marion Caspers-Merk (SPD) hat die Arbeit des Psychiatrieverbundes Oldenburger Land gGmbH gelobt. „Ich habe bisher viele Einrichtungen gesehen“, sagte Caspers-Merk bei einem Besuch in der Karl-Jaspers-Klinik am Dienstagabend, „und hier ist es das erste Mal gelungen, dass ein psychiatrisches Krankenhaus trotz Verkaufsbeschluss in gemeinnütziger Trägerschaft geblieben ist.“ Dies zeige das besondere Engagement der Träger, der Stadt und der Landkreise.
Während psychische Krankheiten im Allgemeinen ein Tabu darstellten und Abwehr hervorriefen, werde am Beispiel der Karl-Jaspers-Klinik deutlich, dass sich die Menschen der Region mit der Arbeit der Klinik identifizierten, so Caspers-Merk. Die Parlamentarische Staatssekretärin hob hervor, dass psychiatrische Auffälligkeiten bei älteren Menschen zunähmen. In den Krankenhäusern gebe es noch nicht genügend gerontopsychiatrisches fachärztliches Personal. Außerdem, fuhr die Politikerin fort, sei die Trennung zwischen ambulanter und stationärer Behandlung nicht mehr zeitgemäß. Es müsse „neue Strukturen mit fachärztlichem Personal“ geben. Die Karl-Jaspers-Klinik habe in dieser Hinsicht eine „Schwerpunktfunktion“ für die gesamte Region.
Im Anschluss an das Gespräch mit der Klinikleitung besuchte Caspers-Merk in Begleitung der Bundestagsabgeordneten Gesine Multhaupt (SPD) und der Bad Zwischenahner SPD-Ortsvereinsvorsitzenden, Annegret Bohlen, die Tagesklinik auf dem Gelände der KJK.

Foto: Staatssekretärin Marion Caspers-Merk (3.v.l.), MdB Gesine Multhaupt (SPD, 5.v.l.) sowie die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Annegret Bohlen aus Bad Zwischenahn (3.v.r.) zeigten sich im Gespräch mit der Klinikleitung (von links:) Geschäftsführer Axel Weber, Betriebsratsvorsitzender Michael Beister, Bildungsreferentin Renate Machner und dem Ärztlichen Direktor Dr. Jörg Zimmermann von der Arbeit der KJK beeindruckt.


27.04.12
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