Karl-Jaspers-Klinik
Psychiatrieverbund
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Neue Chefärztin in Klinik für Suchtmedizin
Jeanette Böhler möchte Vernetzung mit Haus- und Fachärzten und flankierenden Einrichtungen der Suchthilfe verstärken
(Bad Zwischenahn, 07.02.12) Die Klinik für Suchtmedizin und Psychotherapie der Karl-Jaspers-Klinik hat eine neue Chefärztin. Jeanette Böhler ist für alle Patientinnen und Patienten zuständig, die wegen einer Alkohol- oder Drogenabhängigkeit oder einer psychischen Erkrankung und Suchtkrankheit behandelt werden. Während der ersten Wochen konnte sie sich schon einen Überblick verschaffen und sagt: „Mir ist besonders daran gelegen, den Betroffenen einen niedrigschwelligen Zugang zu unserem Behandlungsangebot zu ermöglichen. Wir möchten bereits während der Behandlung durch gute Vernetzung mit den weiteren Behandlern, wie Haus- und Fachärzten, Rehakliniken, Suchtberatungsstellen und weiteren Institutionen, eine gute Unterstützung für die Zeit nach der Klinikbehandlung vorbereiten."
Jeanette Böhler ist aus dem Süden in den Norden gewechselt. Zuvor war sie an den Kliniken des Landkreises Sigmaringen GmbH tätig, wo sie die kommissarische Leitung der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik inne hatte.
Ihre Arbeits- und Interessensschwerpunkte stellen die Themengebiete Depression, chronische Schmerzerkrankungen und Medikamentenabhängigkeit dar. Daneben hat sie in Baden-Württemberg viele Fortbildungen für alle Berufsgruppen zu verschiedenen psychiatrischen Themen, insbesondere aber zum Thema Suizidalität und Suizidprävention (z.B. für Hausärzte, Lehrer, Polizeibeamte, Notfallseelsorger etc.) angeboten.
Jeanette Böhler wurde 1962 in Limburg/Lahn geboren. Sie studierte Medizin in Frankfurt. 1990 legte sie das Staatsexamen ab. Seit 2006 führt sie als Ärztin die Zusatzbezeichnung „suchtmedizinische Grundversorgung“. Seit 2006 ist sie Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, seit 2008 Psychoonkologin.
Stationen ihrer beruflichen Karriere waren ein mehrjähriger Aufenthalt als anästhesiologische Assistenzärztin in Italien, das Sankt Antonius Krankenhaus in Kirchhellen, das Knappschaftskrankenhaus in Bottrop sowie das Klinikum in Emden, wo sie in der Abteilung für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik tätig war.
Die Einführung der neuen Chefärztin ist für Ende Juni im Festsaal der Karl-Jaspers-Klinik vor Fachpublikum geplant.
Jeanette Böhler, Chefärztin Klinik für Suchtmedizin und Psychotherapie
Hochschule für Musik und Theater Hamburg ernennt Chefarzt und Ärztlichen Direktor Dr. Jörg Zimmermann zum Professor am Institut für Musiktherapie
(Bad Zwischenahn, 30.09.11) Der Chefarzt der Klinik für Allgemeinpsychiatrie und Psychotherapie und Ärztlicher Direktor der Karl-Jaspers-Klinik (KJK), Dr. Jörg Zimmermann, darf sich ab sofort Professor nennen. Er wurde jetzt durch die Hochschule für Musik und Theater Hamburg zum Professor ernannt. Der Karl-Jaspers-Klinik bleibt er aber in allen seinen Funktionen erhalten. Mit dem neuen Titel verbindet sich eine Lehrbeauftragung für die Fächer Psychiatrie und Psychotherapie am Institut für Musiktherapie in Hamburg.
Im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums „Psychotherapie, Kunst und Musik“ würdigten KJK-Geschäftsführer Axel Weber, Prof. Dr. Hans-Helmut Decker Voigt vom Hamburger Musiktherapieinstitut und weitere hochkarätige Redner die akademische Ehrung am Dienstag vor rund 130 Gästen. Neben viel Musik und einer Darbietung einer Patientengruppe aus der Musiktherapie gab es drei Fachvorträge. Der frischgebackene Prof. Jörg Zimmermann referierte über die „Oper als Therapie“.
Der Stellenwert der kreativen und begleitenden Therapien werde in Zukunft an psychiatrischen Krankenhäusern noch zunehmen, sagte Decker-Voigt. Musiktherapie sei eine künstlerische Psychotherapie mit dem Element der Musik. Sein Vorredner, der Psychologe Prof. Dr. Alfons Hamm aus Greifswald, sagte: „Wir wissen noch wenig über die Gefühle, die mit Musik verbunden sind.“
Die angenehm entspannende Wirkung von Musik ist aber allgemein bekannt und wird vielfach in der Therapie an der KJK eingesetzt, auch mit demenzkranken Menschen. Die KJK baut ihre musiktherapeutischen Angebote weiter aus. So ist ein Klinkchor im Entstehen, an dem alle, sowohl Patient/innen als auch Mitarbeiter/innen teilnehmen können. Auf diese Weise soll ein „singendes Krankenhaus“ entstehen, plant die Musiktherapeutin und Sängerin Stefanie Hoppe-Zimmermann.
Neue Einrichtung der Karl-Jaspers-Klinik in der Wesermarsch – Kürzere Anfahrtszeiten für Patientinnen und Patienten
(Brake/Bad Zwischenahn, 06.06.11) Die Karl-Jaspers-Klinik (KJK), Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie, eröffnet im Januar 2012 in Brake eine neue Tagesklinik für Psychiatrie und Psychotherapie. Die Tagesklinik stellt die teilstationäre Versorgung der Patientinnen und Patienten in der Wesermarsch sicher. „Die Karl-Jaspers-Klinik engagiert sich für die Regionalisierung der psychiatrischen Versorgung. Mit der Tagesklinik Brake haben wir ein weiteres wichtiges Ziel der Regionalisierung im Rahmen des medizinischen Konzeptes erreicht, zu dem wir uns im Kaufvertrag verpflichtet haben“, erläutert Geschäftsführer Axel Weber. Die Karl-Jaspers-Klinik wurde im Jahr 2007 verkauft und kommunalisiert. Träger ist der Psychiatrieverbund Oldenburger Land.
Die neue Klinik befindet sich neben dem Christophorus-Haus e.V. –Wohnen & Leben im Alter – und wird in einem Teil des ehemaligen „Personaltraktes“ des Hauses eingerichtet. Die Tagesklinik Brake der Karl-Jaspers-Klinik umfasst zwölf Behandlungsplätze. Angeschlossen ist außerdem eine Institutsambulanz. Die Räumlichkeiten werden in der zweiten Jahreshälfte 2011 für die Anforderungen der Tagesklinik umgebaut. Annegret Miller (Vorstand des Christophorus-Hauses) und Michael Wilhelm (Einrichtungsleitung) freuen sich über die neuen Mieter: „Es ist nicht mehr zeitgemäß, direkt am Arbeitsplatz zu wohnen. Die teilweise schon leerstehenden Räumlichkeiten sind für die Pflege unserer Bewohner aber nicht geeignet, so dass wir der Tagesklinik die lange gesuchte Unterkunft vermieten konnten. Für unsere Bewohner und Mitarbeiter versprechen wir uns durch die enge Anbindung eine gute Nachbarschaft, einen fachlichen Austausch und Unterstützung bei Bedarf.“
Behandelt werden die allgemein-psychiatrischen Krankheitsbilder im Alter von 18 bis ca. 70 Jahren. Die Patienten sollten stabil genug sein, um die Abende und Wochenenden außerhalb der TK zu gestalten. „Wir werden vor allem allgemeinpsychiatrische Erkrankungen behandeln, wie Depressionen, Persönlichkeits-, Belastungs-, Angst- und Zwangsstörungen und Erkrankungen aus dem psychotischen Formenkreis“, sagt der leitende Oberarzt der Tagesklinik, Dr. Claus Bajorat. Die teilstationäre Behandlung soll dann eingesetzt werden, wenn die ambulante Behandlung durch niedergelassene Psychiater und Psychotherapeuten nicht mehr ausreicht. Ein wesentliches Ziel ist es, durch diese Form der intensiven wohnortnahen Behandlung vollstationäre Behandlungen in einer psychiatrischen Klinik zu vermeiden bzw. abzukürzen. Durch die Nähe zu den sozialpsychiatrischen Institutionen vor Ort, wie dem sozialpsychiatrischem Dienst des Landkreises aber auch den niedergelassenen Ärzten und den ambulanten Pflegediensten, wird sich die lokale Zusammenarbeit weiter verbessern.
Die Anmeldung für die Tagesklinik sollte über die vorbehandelnden niedergelassenen Psychiater, Psychotherapeuten oder Allgemeinmediziner erfolgen. Beim Aufbau der neuen Tagesklinik greift das Behandlungsteam auf die bewährten Strukturen in den anderen Tageskliniken der KJK zurück. Für die einzelnen Therapiebausteine sind eine Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, eine psychologische Psychotherapeutin, ein Krankenpfleger, eine Ergotherapeutin, eine medizinische Fachangestellte sowie ein supervidierender Oberarzt aus der KJK verantwortlich.
In den Räumlichkeiten der Tagesklinik entsteht auch eine Außenstelle der psychiatrischen Institutsambulanz, die in Ergänzung zu den niedergelassenen psychiatrischen Fachärzten für den Kreis der schwer und chronisch psychisch Erkrankten zuständig sein wird.
Die ärztlich-psychologische Besetzung steht fest. Das weitere Personal wird aus einer hohen Anzahl von Bewerbungen aktuell ausgewählt.
Die Übergabe der Räumlichkeiten ist für Januar 2012 geplant, dann erfolgt die Einrichtung und Einarbeitung. Die Patientenaufnahme ist ab Ende Januar 2012 geplant.
Mit der neuen Tagesklinik in Brake kommt die KJK einen großen Schritt weiter auf dem Weg der Regionalisierung der psychiatrischen Versorgung. Durch das gemeindenahe Angebot haben Patientinnen und Patienten aus dem Raum Wesermarsch zukünftig kürzere Anfahrtswege zur Therapie. Tageskliniken gibt es bereits in Bad Zwischenahn (auf dem KJK-Gelände), Delmenhorst, Westerstede und Cloppenburg. Die Tagesklinik in Brake ist somit die vierte Außenstelle der KJK. Insgesamt stellt die Klinik jetzt 70 teilstationäre Behandlungsplätze bereit.
Die Karl-Jaspers-Klinik hat den Versorgungsauftrag für die sechs Landkreise Wittmund, Wesermarsch, Ammerland, Oldenburg, Vechta und Cloppenburg sowie die Städte Oldenburg und Delmenhorst.
Ansprechpartner in der KJK:
Dr. Claus Bajorat
(Ltd. Oberarzt Tageskliniken/Institutsambulanz)
Tel.: 0441/9615-540
Ansprechpartner im Christophorus-Haus:
Michael Wilhelm
(Einrichtungsleitung)
Tel. (0 44 01) 93 73-13
Vernetzung der Klinik mit der Sozialpsychiatrie vor Ort
Zweite große Jahrestagung der KJK mit den
Sozialpsychiatrischen Diensten der Gesundheitsämter für die hiesige Region
(Bad Zwischenahn, 15.04.11) Welche Hilfe benötigen Patienten vor Ort, nachdem sie aus der Psychiatrie entlassen wurden? Welche ambulanten Hilfssysteme sollten nach dem Krankenhausaufenthalt bereitstehen? Diesen Fragen gingen Ärzte und Sozialarbeiter der Karl-Jaspers-Klinik (KJK) gemeinsam mit zahlreichen Vertretern der Sozialpsychiatrischen Dienste der Gesundheitsämter am Donnerstag auf einer Tagung im Festsaal nach. „Das Ziel lautet, die Schnittstellen zwischen stationärer und ambulanter Versorgung reibungsloser zu gestalten“, sagte Gastgeber Dr. Jörg Zimmermann, Ärztlicher Direktor der KJK. Rund 50 Gäste waren der Einladung zur mittlerweile zweiten Jahrestagung für die Sozialpsychiatrischen Dienste der Gesundheitsämter gefolgt. „Die Zusammenarbeit zwischen Klinik und Gesundheitsämtern hat sich in den zurückliegenden Jahren wirklich erfreulich verbessert“, stellte Zimmermann fest.
Ein Schwerpunktthema der Jahrestagung war die so genannte Integrierte Versorgung, über die zwei Spezialisten referierten. Integrierte Versorgung bedeutet das Ineinandergreifen verschiedener Anbieter, die direkt mit den Krankenkassen Verträge abschließen können, um bestimmte Versorgungsprobleme zu lösen. Nach Ansicht von Giso Lange von der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft Hannover sei die ambulante Versorgung besser als ihr Ruf. Die Psychiatrischen Institutsambulanzen an den Kliniken könnten noch ausgebaut werden. Perspektivisch könne die ambulante Versorgung mit von den Krankenhäusern übernommen werden. Über dieses Politikum wurde auch an der Tagung kontrovers diskutiert.
„Die Karl-Jaspers-Klinik engagiert sich und ist interessiert an der Zusammenarbeit zwischen stationären und ambulanten Akteuren“, betonte Zimmermann. Wenn die Schnittstellen bei der Aufnahme und der Entlassung verbessert würden, käme dies immer den betroffenen Patienten zugute. Daher sei der Austausch mit den Sozialpsychiatrischen Diensten so wichtig. Zimmermann freute sich, dass mehrere Leiter der Sozialpsychiatrischen Dienste der Landkreise seiner Einladung gefolgt waren.
Die Karl-Jaspers-Klinik ist traditionell für ein sehr großes Versorgungsgebiet zuständig: sechs Landkreise von der Küste bis nach Vechta sowie für die Städte Oldenburg und Delmenhorst. Wegen dieser Ausdehnung in die Fläche ist eine engmaschige Weiterbehandlung der Patienten nach ihrer Entlassung vor Ort besonders wichtig. Die Sozialpsychiatrischen Dienste an den Gesundheitsämtern werden von Psychiatern geleitet. Sie unterhalten zum Beispiel den Psychosozialen Krisendienst und ein Notfalltelefon am Abend und am Wochenende.
Foto: KJK-Gastgeber Ärztlicher Direktor Dr. Jörg Zimmermann (links) und Dr. Claus Bajorat, Leiter der Tageskliniken und Psychiatrischen Institutsambulanz (hinten), hießen die Gastreferenten Winfried Reichwaldt von der AOK Seevetal (Mitte) und Rechtsanwalt Giso Lange von der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft Hannover (rechts) willkommen. Foto: Renate Machner
Weiterentwicklung der KJK: Ambulante Sprechstunde für Senioren
Klinik für Gerontopsychiatrie der Karl-Jaspers-Klinik eröffnet Institutsambulanz
(Bad Zwischenahn/Wehnen, 07.01.11) Die Klinik für Gerontopsychiatrie und Psychotherapie hat eine Gerontopsychiatrische Institutsambulanz (GIA) eröffnet. Dort können sich ältere Patientinnen und Patienten ambulant behandeln lassen. Die Ambulanz nimmt Patienten mit den Diagnosen Demenz, schwere Altersdepression, manisch-depressive Erkrankung, wahnhafte oder Angststörungen und Zwangserkrankungen auf. „Wir können damit erstmalig ein spezifisches ambulantes Versorgungsangebot für alle psychisch erkrankten älteren Menschen in der Region anbieten“, sagt Dr. Thomas Brieden, Chefarzt der Klinik für Gerontopsychiatrie. Die ersten Patienten haben ihre Termine wahrgenommen. Es werden aktuell bereits mehr als 60 ältere Menschen behandelt.
Durch das neue Angebot schreitet die Weiterentwicklung der Karl-Jaspers-Klinik, Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie, kontinuierlich voran. „Mit der Gerontopsychiatrischen Institutsambulanz schließen wir eine bestehende Versorgungslücke“, sagt KJK-Geschäftsführer Axel Weber. „Unsere Klinik entwickelt sich nachhaltig zu einem Kompetenzzentrum für seelische Gesundheit“, so der Geschäftsführer.
Das Angebot der Gerontopsychiatrischen
Institutsambulanz ist zum einen als kontinuierliche
psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung gedacht, zum anderen als
Überbrückung, wenn jemand auf einen Platz bei einem niedergelassenen
Therapeuten warten muss. Eine angeschlossene „Gedächtnissprechstunde“ bietet
die Möglichkeit, sich mit Kurztest auf eine eventuelle Demenz testen zu lassen.
Angehörige können sich von Ärzten und einer Sozialarbeiterin beraten lassen.

Ein neues Angebot für ältere Patienten machen Chefarzt Dr. Thomas Brieden (sitzend) und (stehend, von links): Hauke Dreier, Oberarzt, Carsten Weber, Facharzt und Leiter der Gedächtnissprechstunde, Axel Weber, Geschäftsführer Karl-Jaspers-Klinik und Dr. Christiane Först, Oberärztin Klinik für Gerontopsychiatrie. Foto: Wündisch-Konz
Miteinander von Patienten, Ehrenamtlichen und Professionellen
Förderkreis für die Karl-Jaspers-Klinik gibt sich ein neues Logo - Grundlage waren Entwürfe von Schülern des Oldenburger BZTG
(Oldenburg/ Bad Zwischenahn, 16.08.10) Ein Tisch mit vier Stühlen. Oder ein Kreis mit vier Eckpunkten: Das Miteinander steht im Zentrum des neuen Logos des Förderkreises für die Karl-Jaspers-Klinik (KJK). Der Vorstand des Vereins am Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie gab sich jetzt ein neues Wiedererkennungszeichen. Schülerinnen und Schüler in der Ausbildung zu Mediengestaltern im 2. Lehrjahr des Bildungszentrums für Technik und Gestaltung Oldenburg (BZTG) hatten die grafischen Entwürfe in einer Projektarbeit unter Leitung ihrer Lehrerin Christina Famulla erstellt. Sie hatten ein Kundengespräch mit dem Förderkreis geführt und anschließend recherchiert, bevor sie an die Gestaltung gingen.
Der Entwurf von Rolf Tegenkamp ist in den Farben grün und blau gehalten. Grün stehe für Hoffnung – es ist auch an die Hausfarbe der KJK angelehnt - die Farbe Blau stehe für Sachlichkeit und das Ernstnehmen der Menschen mit psychischen Erkrankungen, sagte der Schüler. Sein Logo-Entwurf erhielt die meisten Stimmen und wurde mit 50 Euro prämiert. Der Schüler darf auch die neue Broschüre für den Förderkreis planen und gestalten. Aber auch die zweiten und dritten Plätze erhielten ein Preisgeld, außerdem gab es 50 Euro für die Klassenkasse und ein Frühstück für alle im Café Treffpunkt, das der Förderkreis seit vielen Jahren auf dem Gelände der Karl-Jaspers-Klinik betreibt.
Der Förderkreis für die Karl-Jaspers-Klinik (Früher: Förderkreis Wehnen e.V.) besteht seit 1975. In den 35 Jahren seines Bestehens hat er durch vielfältige Aktivitäten, Hilfen und Maßnahmen dazu beigetragen, die Integration psychisch kranker Menschen in die Gesellschaft zu verbessern. Er unterstützt Projekte der Freizeitgestaltung, der Kunst- und Theatertherapie, hilft bei der Errichtung von Wohngemeinschaften u.a. Der Förderkreis organisiert auch das jährliche Sommerfest im Krankenhaus, zu dem immer rund 1000 Gäste, darunter viele Familien mit Kindern, kommen. In diesem Jahr findet es am 1. September statt (gesonderte Presseeinladung folgt).
Der Förderkreis verfolgt gemeinnützige Zwecke, nicht eigenwirtschaftliche Interessen. Er finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden oder durch Zuwendung von "Bußgeldzahlungen zugunsten gemeinnütziger Institutionen" sowie durch Überschüsse aus den Einnahmen im Cafe "Treffpunkt". Es werden immer neue Mitglieder gesucht.
Eine Störung, die spaltet
Borderline-Netzwerk an der Karl-Jaspers-Klinik gegründet – Fortbildungen werden gut angenommen
(Bad Zwischenahn/Wehnen, 18.08.10) Das neu gegründete Borderline-Netzwerk Nordwest ist mit einer gut besuchten Fortbildung an der Karl-Jaspers-Klinik an den Start gegangen. Chefärztin Dr. Isabel Englert von der Klinik für Suchtmedizin und Psychotherapie will durch das Netzwerk die stationären und ambulanten Hilfseinrichtungen an einen Tisch bringen, damit die Betroffenen vor Ort gezieltere Hilfen erhalten. An der ersten Fortbildung nahmen 20 Vertreter/innen der Sozialpsychiatrischen Dienste der Landkreise Ammerland, Delmenhorst und Wesermarsch und Mitarbeiterinnen von Berufsförderungswerken, Integrationsfachdiensten, Bewährungshilfen und des Zentrums für medizinische und berufliche Rehabilitation Oldenburg (ZmbR ) teil.
Borderline ist eine Diagnose, die vor einigen Jahren noch weitgehend unbekannt war. Englert und Oberärztin Dr. Elke Stanek informierten zunächst allgemein über die Borderline-Störung, die zu den Persönlichkeitsstörungen zählt. „Man darf nicht unterschätzen, wie sozial behindernd sich so eine Störung auswirkt“, betonte Englert. Die Betroffenen neigten zu selbstverletzendem bis hin zu kriminellem Verhalten, das oft mit Drogenmissbrauch einhergehe. Sie hätten große Schwierigkeiten, stabile Beziehungen einzugehen und seien durch ihr Verhalten in der Lage, ganze Teams von Hilfeeinrichtungen zu spalten, so Englert. Patientinnen mit der Diagnose Borderline seien oft in sozialen Schwierigkeiten und würden ihren Lebensalltag nicht alleine geregelt kriegen. Hier müssten die Therapie und Begleitung durch ambulante Angebote nach dem Klinikaufenthalt ansetzen.
Die Teilnehmerinnen der Fortbildung stellten viele Fragen aus ihrem Berufsalltag, in dem sie mit Borderline-Patientinnen umgehen. Sie betonten, dass der Kontakt mit Medizinerinnen der Klinik wichtig sei, um über das Krankheitsbild aufgeklärt zu werden. Die nächste Fortbildung findet am Dienstag, 14. September, in der Karl-Jaspers-Klinik statt. Sie beschäftigt sich mit der Verhaltenstherapie bei Borderline-Störung und den Schwierigkeiten bei der Weiterbehandlung. Informationen und Anmeldung unter Tel. 0441/9615-356.
Eine Schwimmende Stadt in der Karl-Jaspers-Klinik
Projekt der Werkschule Oldenburg im Krankenhaus verbindet Kunst und Natur
(Bad Zwischenahn, 12.05.2010) Eine „Schwimmende Stadt“ ist das Thema eines bildhauerischen Kunstprojektes der Werkschule - Werkstatt für Kunst und Kulturarbeit e.V. aus Oldenburg in der Karl-Jaspers-Klink. Bis zum 22. Mai wird auf dem Krankenhausgelände eine Stadt auf dem Wasser aus Naturmaterialien aller Art gestaltet.
Gearbeitet wird im freien Gelände des Klinikparks unter Leitung des Bildhauers Gunther Gerlach. Aus Hölzern und anderen Naturmaterialien soll eine Art „Klein Venedig“ entstehen. Auf einem Floß in einem Teich erhält das Werk dann als schwimmende Stadt ihren festen Ort.
Gäste, Besucher, Spaziergänger usw., die das Kunstwerk kurzfristig mitgestalten möchten, sind herzlich willkommen.
Inspiration bietet wie so oft die Natur. Tiere sind vollkommene Baumeister. Sie flechten Nestwerke oder bauen hochkomplexe Ansiedlungen, wie beispielsweise die Ameisenvölker. Jede Form eines solchen „Bauwerkes“ ist optimal an die Bedingungen der Natur angepasst und bietet nicht selten die Vorlage für Werke berühmter Künstler und Architekten.
In diesem Sinne beschäftigt sich auch das Projekt „Schwimmende Stadt“ mit dem Raum, will der Erforschung und Entwicklung von Formen dienen und nicht zuletzt zu einer Erweiterung der Wahrnehmung führen. Mit Ästen, Stöcken, Weiden, etc., werden phantasievolle Gehäuse gebaut, die miteinander zu einem großen Raumgefüge mit Gängen, Ebenen, Türmen, Hütten usw. verbunden werden.So bietet es einen großzügigen gestalterischen Spielraum für abenteuerliche statische Experimente und erfindungsreiche Formgebungen.
Mit dem Projekt „Schwimmende Stadt“ wird die langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Karl-Jaspers-Klinik und der Werkschule fortgesetzt. Auch in diesem Jahr verbleibt das fertige Kunstwerk im Krankenhaus und erweitert dort den Fundus der Kunstwerke auf dem Krankenhausgelände.
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Junger Chefarzt für die ältesten Patienten
Neubesetzung in der Gerontopsychiatrie: Dr. Thomas Brieden aus Hamburg komplettiert seit 1. Februar 2010 das Team der Chefärzte der Karl-Jaspers-Klinik
(Bad Zwischenahn, 10.03.10) Die Karl-Jaspers-Klinik hat seit dem 1. Februar 2010 einen neuen Chefarzt in der Klinik für Gerontopsychiatrie und Psychotherapie. Dr. Thomas Brieden, 39 Jahre alt, folgt auf Dr. Michael Bauch, der mehr als 23 Jahre als Funktionsbereichsarzt für Gerontopsychiatrie in der Klinik tätig war und Ende Februar in den Ruhestand ging. „Wir freuen uns, dass mit Dr. Thomas Brieden unser Team der Chefärzte nun vollständig ist“, sagt Geschäftsführer Axel Weber.
Thomas Brieden stammt aus Neuss/Rhein. Er studierte Medizin in Würzburg und ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Zuletzt arbeitete er als Oberarzt für Gerontopsychiatrie an der Asklepios Klinik Hamburg-Ochsenzoll. Brieden ist ausgewiesener Spezialist für Gerontopsychiatrie, Schwerpunkte Demenzforschung und Psychopharmakotherapie. Damit ist einer der jüngsten Chefärzte der KJK jetzt für die ältesten Patientinnen und Patienten zuständig. „Ich möchte aus der Gerontopsychiatrie ein regional wie überregional bekanntes Kompetenzzentrum für die Diagnostik und Behandlung aller psychischen Erkrankungen des höheren Lebensalters machen“, erklärt Brieden nach einigen Wochen im Amt.
Ein Zimmer für Kinder psychisch kranker Eltern
Lions Club Lambertus Oldenburg spendet 1000 Euro an Karl-Jaspers-Klinik
(Bad Zwischenahn, 17.02.10) Der Lions-Club Oldenburg-Lambertus hat eine Spende von 1000 Euro an die Karl-Jaspers-Klinik überreicht. Von dem Geld soll ein Spielzimmer für Kinder eingerichtet werden, die ihre Eltern im Krankenhaus besuchen. Mitglieder des gemischten Lions-Clubs hatten Ende Dezember in der Oldenburger Innenstadt Bratwürste und Glühwein für den guten Zweck verkauft. Die Hälfte des Erlöses überreichte Lions-Präsident Uwe Giesemann in Form eines großen Schecks an KJK-Geschäftsführer Axel Weber.
Axel Weber bedankte sich herzlich für die großzügige Spende. Es sei sehr wichtig, ein Begegnungsangebot für Kinder und ihre Mütter und Väter innerhalb der Klinik zu schaffen. Im Café Treffpunkt in der Mitte des Geländes solle noch in diesem Jahr ein eigenes Spielzimmer hergerichtet werden. Häufig seien die Kinder psychisch kranker Eltern verunsichert, sagte Weber. Sie benötigten daher einen ruhigen Rückzugsort, an dem sie sich mit Mutter oder Vater unterhalten und spielen könnten. „Das Spielzimmer mit einer gemütlichen Sitzecke und Büchern soll den Kindern dabei helfen, sich beim Besuch ihrer Eltern zu entspannen“, erläuterte Weber.


07.02.12
Neue Chefärztin in Klinik für Suchtmedizin02.02.12
Tagesklinik Brake eingeweiht01.02.12
Weiteres Angebot der KJK: Patientenfürsprecher12.01.12
Neue Broschüre "Jahre des Umbruchs 2007-2011"12.01.12
Stationen und Gebäude haben neue Namen11.01.12
Aktuelle Fortbildungen im Januar und Februar10.11.11
Gegen das Vergessen - Aktive Zusammenarbeit mit dem Gedenkkreis12.10.11
Die Frage nach dem Sinn - Philosophie und Psychiatrie beim 2. KJK-Symposium30.09.11
Chefarzt Dr. Jörg Zimmermann zum Professor ernannt